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Über den Dächern des Nürnberger Hafens hat die Geis Gruppe eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Rund 7.000 PV-Module mit einer Gesamtleistung von 3.100 kWp erzeugen künftig Strom für einen der wichtigsten Speditions- und Logistikstandorte des Unternehmens. An ertragreichen Sommertagen kann die Anlage bis zu 15.500 kWh Solarstrom produzieren.
Die Energie wird direkt vor Ort genutzt: für die Ladeinfrastruktur der elektrischen Lkw, die zwei größten Gebäude am Standort sowie Beleuchtung, Elektrostapler und weitere elektrische Geräte. Damit ist die Installation die sechste und zugleich bislang größte eigene Photovoltaikanlage der Geis Gruppe.
Mit der neuen PV-Anlage erzeugen wir einen großen Teil der benötigten Energie direkt vor Ort. Das stärkt unsere Versorgungssicherheit und schafft gemeinsam mit der Ladeinfrastruktur eine wichtige Grundlage für die weitere Elektrifizierung unseres Standorts, sagt Martin Frosch, Niederlassungsleiter Nürnberg.
Parallel zur Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage hat Geis am Standort Nürnberg zwei neue Schnellladesäulen mit einer Leistung von jeweils 400 kW installiert. Zusätzliche Trafostationen stellen die notwendige elektrische Versorgung sicher. Die Ladeinfrastruktur wird unter anderem durch den Strom aus der neuen PV-Anlage gespeist.
Die neuen Ladepunkte sind ein zentraler Baustein für den Ausbau der elektrischen Fahrzeugflotte. Bereits heute sind in Nürnberg mehrere elektrische Sattelzugmaschinen im Einsatz. Eine weitere elektrische MAN-Sattelzugmaschine fährt tagsüber im Kundeneinsatz für Siemens und übernimmt nachts den Linienverkehr zum IDS-Depot nach Neuenstein. Auf dieser Relation sind aktuell auch von anderen Geis-Standorten drei elektrische Sattelzugmaschinen unterwegs.
„Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein für die Elektrifizierung unseres Fuhrparks. Entscheidend ist, dass Fahrzeuge, Ladepunkte und operative Abläufe zuverlässig zusammenspielen. Mit den neuen Schnellladesäulen schaffen wir dafür in Nürnberg eine wichtige Voraussetzung“, sagt Christian Hackl, Leiter des zentralen Fuhrparks.
Am Nürnberger Standort werden täglich bis zu 8.000 Sendungen und rund 3.200 Tonnen bewegt. Die Verkehre führen in alle nationalen und europäischen Metropolen sowie nach Zentral- und Osteuropa. Die Elektrifizierung muss deshalb in die bestehenden operativen Abläufe integriert werden – von der Energieversorgung über die Ladeplanung bis zum Fahrzeugeinsatz.
Der Ausbau des Fuhrparks ist bereits geplant. Vorgesehen sind unter anderem zwei weitere elektrische Sattelzugmaschinen für Automotive-Kunden, ein elektrischer Nahverkehrs-Lkw sowie ein elektrisches Hof-Fahrzeug. Anfang 2027 soll außerdem ein elektrisches Truck-Wiesel ein konventionelles Diesel-Modell ersetzen. Damit werden künftig auch innerbetriebliche Transporte mit Energie vom eigenen Dach unterstützt.
Elektromobilität im Schwerlastverkehr ist kein Sprint. Es geht um einen systematischen Aufbau, der auch in zehn Jahren noch funktioniert, betont Marcus Wieser, Leiter Nachhaltigkeit Deutschland.
Mit der Verbindung aus eigener Solarstromerzeugung, leistungsfähiger Ladeinfrastruktur und elektrischen Fahrzeugen stärkt die Geis Gruppe ihre Versorgungssicherheit und entwickelt den Standort Nürnberg Schritt für Schritt weiter. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Bayern Innovativ durch die Bayerische Staatsregierung unterstützt.